Startseite Alle ArtikelEditorialImpressum

Hier im Bild sieht man ein Glasfaserkabel mit seinen vielen Schichten.

Glasfaserkabel – Eine gute Erfindung?

Das Glasfaserkabel soll ja die Technologie von morgen sein. Aber was sind die Vor- und Nachteile? - 3 März 2020

Glasfaserkabel sind eine tolle Erfindung und werden nach und nach immer weiter den Datentransport über herkömmliche Telefonleitungen ersetzen. Was sind Glasfaserkabel, wie sind sie gebaut und welche Vorteile und Nachteile bieten sie?

Also, Glasfaserkabel bestehen aus einem Kern aus Glas, wie der Name schon sagt. Durch diesen werden Daten mittels eines pulsierenden Lichtsignals übermittelt. Um den Kern aus Glas bildet das sogenannte „Cladding“ eine stabile Schutzschicht aus Glas. Das Coating und die vielen Mäntel schützen das Kabel vor Schäden.

Richtig gut an den Glasfaserkabeln ist, dass sie eine hohe Datensicherheit haben und die Daten nicht manipuliert werden können. Außerdem können sie Daten mit bis zu 299.792 Kilometer pro Sekunde - also mit Lichtgeschwindigkeit - transportieren. Bis zur Sonne bräuchte ein Signal somit nur acht Minuten, zum Mond wären es sogar nur 1,3 Sekunden. Zum Vergleich: Mit den Apollo-Raumkapseln waren die Astronauten einige Tage bis zum Mond unterwegs!

Aber: das Ganze funktioniert leider nur über Entfernungen bis zu maximal 100 Kilometern. Bei weiteren Transportwegen wird das Lichtsignal, mit dem die Daten im Glasfaserkabel übermittelt werden, zu schwach. Für die Versorgung in Städten reicht diese Reichweite aber allemal, deswegen werden auch in Unna mehr und mehr Internetleitungen durch Glasfaserkabel ersetzt und ermöglichen vorher unmögliche Bandbreiten.

Autor: Lukas Elia Gausmann